Am 27. August war es wieder so weit. Der Sportausschuss der Stadt Dorsten hat auf Grundlage eines
Vorschlages der Verwaltung und des SSV über die jährlich erfolgende Vergabe eines Teils der Mittel
aus der sogenannten Sportpauschale entschieden.
Dieses Instrument ist im den Dorstener Sportvereinen offenstehenden Förderportfolio ein besonderes Juwel,
nicht nur, weil relativ hohe Summen ergattert werden können, sondern auch, weil dies in der Sportstadt Dorsten
in einem vergleichsweise einfachen Verfahren geschehen kann.
Nunmehr dürfen sich nach den Beschlüssen des Ausschusses 15 Vereine über insgesamt rund 200.000 Euro
für ganz unterschiedliche Vorhaben freuen.
Und nebenbei wurde wohl auch noch ein neues Kapitel in der Geschichte der Sportpauschale aufgeschlagen.
Denn dem ZRFV Dorsten wurden zur Unterstützung einer umfangreichen und dringenden Sanierung seiner
nicht im Eigentum der Stadt stehenden Stallanlagen durch den Ausschuss bereits Mittel aus dem Budget des
nächsten Jahres in Aussicht gestellt.
Unser Bürgermeister und Sportdezernent Tobias Stockhoff führte zur Legitimation dieses Vorgehens, welches
in der Förderrichtlinie bisher mit keiner Silbe beschrieben wird, aber nach Ansicht der Verwaltung eben auch
nicht explizit ausgeschlossen sei, unter anderem eine Analogie zu den sogenannten
Verpflichtungsermächtigungen an. Diese werden im öffentlichen Haushaltsrecht erteilt, um die langfristige
Planung und Durchführung von Projekten der Öffentlichen Hand zu ermöglichen, die sich über mehrere
Haushaltsjahre erstrecken. Zugleich versprach er, dass entsprechende Regelungen zur Förderung der
Vorhaben (privatrechtlicher) Sportvereine Eingang in die Richtlinie finden würden.
Damit könnten sich allen Dorstener Sportvereinen noch einmal erweiterte Fördermöglichkeiten eröffnen, zumal
das Budget der Sportpauschale zukünftig auch noch eine Aufstockung erfahren soll. Alle entsprechenden
Entscheidungen obliegen jedoch nach der Kommunalwahl vermutlich verändert zusammengesetzten Gremien
Der SSV wird sich jedenfalls weiterhin dafür einsetzen, dass es bei der Vergabe der Mittel auch weiterhin
möglichst pragmatisch und unbürokratisch, aber auch transparent und fair zugeht.