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Klettern

Beste klettert im Allgäu auf den zweiten Rang

30 Grad im Schatten, Sonne pur, Zuschauer en masse und eine super Freiluftanlage ließen den zweiten Deutschen Sportklettercup dieser Saison im Allgäu zu einem rauschenden Kletterfest werden. Mit von der Partie auch die Dorstenerin Annika Beste.

Die lange Fahrt für zwei Tage ins Allgäu hat sich für Annika Beste gelohnt. Auch auf nationaler Ebene bewies sie ihre derzeit gute Verfassung. Erstmals seit Jahren waren am Sonntag beim Deutschen Jugendcup in der Mädchenkonkurrenz so viele Teilnehmerinnen am Start, dass nicht mehr nur in einer Alterklasse (14- bis 19-Jährige), sondern wie bei den Jungen in drei verschiedenen Altersklassen, Jugend B (14- bis 15-Jährige), Jugend A (16- bis 17-Jährige) und Juniorinnen (18- bis 19-Jährige), gestartet wurde.

Schon in der Qualifikation wurde deutlich, dass Annika eine heiße Kandidatin fürs Treppchen sein würde. Unter Anfeuerungsrufen der mitgereisten NRW´ler kämpfte sie sich durch die sehr imposanten Dächer und Überhänge der Kemptener Kletterwand und scheiterte erst einige Griffe vor Ende der Route. Diese Bestmarke konnte nur noch die mehrmalige Deutsche Meisterin Nadine Ruh aus Konstanz toppen. So zog Annika als zweite ins Finale ein, wo sie wiederum ihre derzeitige Stärke bewies und die vor ihr gestarteten Mädchen deutlich hinter sich lassen konnte. Als letzte Starterin dieser Altersklasse zeigte Nadine Ruh dann allerdings mit einer imposanten Leistung, dass sie nicht so einfach zu schlagen ist. Sie holte sich den eindeutigen Sieg. Trotz des zweiten Platzes war Annika nicht ganz zufrieden mit ihrer Leistung im Finale. "Dadurch, dass ich wusste, dass ich Chancen aufs Treppchen haben würde, war ich sehr nervös und bin am Ende wieder einmal an einem Konzentrationsfehler gescheitert und nicht an meinem Kletterkönnen, aber der Kopf spielt nun einmal eine sehr wichtige Rolle beim Klettern."

Am Vortag waren bereits die besten Herren und Damen Deutschlands zum zweiten Durchgang des DAV-Sportklettercups an der Reihe gewesen. Da die Veranstaltung zugleich der letzte Test für die Wettkämpfer vor der Weltmeisterschaft in Chamonix am kommenden Wochenende war, kam alles, was in Deutschland Rang und Namen hat. Nordrhein-Westfalen schickte vier männliche und fünf weibliche Vertreterinnen. Als jüngste der NRW-Teilnehmerinnen war Annika auch dort am Start. Hunderte von Zuschauern bekamen Klettersport vom Feinsten geboten. Annikas Start in diesen Wettkampf hätte besser nicht sein können. Gemeinsam mit nur sechs anderen Damen konnte sie die Viertelfinalroute bis zum Schluss durchklettern. Damit hatte sie die Nase vorn vor allen übrigen NRW-Damen. Gleichzeitig hatte sie damit den Einzug ins Halbfinale geschafft.

Die Halbfinalroute sollte dann allerdings um einiges schwerer werden. Sie führte schon nach circa drei Metern durch ein waagerechtes Dach. Auf die Freude, diese schwere Dachpassage gemeistert zu haben, folgten einige vermeidbare Konzentrationsfehler, die dann bald das Scheitern Annikas zur Folge hatten. Am Ende reichte es leider nur für einen zehnten Platz, der zwar insgesamt immer noch eine Steigerung gegenüber Berlin bedeutet, es wäre aber mehr drin gewesen. cab

11.07.2003